Basels schöner Spielzeugladen

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Neue Väter, neue Chancen.

 

Sicher haben Sie auch schon von den neuen Superpapas gehört. Gemeint sind damit die Väter, die sich aktiv in die Erziehung der Kinder einbringen, die selbstverständlich die Windeln wechseln, einen Teil der Elternzeit übernehmen und regelmäßig zum Babyschwimmkurs gehen. Also all das tun, was Mütter schon immer getan haben – ohne dafür allerdings als Supermama bezeichnet zu werden. Aber wir wollen die „neuen Väter“ nicht kleinreden, sie meinen es ernst und sind auf ihre Weise Pioniere, denn gesellschaftliche Rollenbilder aufzubrechen, ist wirklich nicht einfach und verdient Respekt und Unterstützung. Die neue Rolle der aktiven Väter muss sich innerhalb der Partnerschaft und der Gesellschaft erst schrittweise etablieren. Aber genau deshalb sollten wir mit dem Begriff Superpapa vorsichtig umgehen, denn er kann junge Väter richtig unter Druck setzen. Super ist schließlich mehr als gut. Dabei ist es ja schon schwer genug, ein „guter“ Papa – oder auch eine „gute“ Mama – zu sein.


Mehr Zeit für die Kids
Laut Umfragen des Bundesfamilienministeriums finden 80 % der Deutschen, dass ein guter Vater so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringen soll. Die Folgerung daraus lautet u.a., dass die Aufgabe des Mannes längst nicht mehr vorrangig die materielle Existenzsicherung ist, sondern dass er sich auch viel Zeit für Familie und Kind nehmen soll. Daraus erwachsen den Männern im Moment allerdings genau die Probleme, die Mütter schon längst bewältigen müssen: den Spagat zwischen Job und Kind hinzubekommen und die Angst, keinem von beiden gerecht zu werden. Das ist anstrengend und kräftezehrend. Die gute Botschaft: Es lohnt sich, denn eine Studie des Deutschen Jugendinstituts besagt, dass Väter umso zufriedener sind, je mehr sie sich um ihren Nachwuchs kümmern. Die neuen Väter scheinen also die glücklicheren Väter zu sein. Aber das ist eigentlich kein Wunder, denn mit einer aktiven und ausgefüllten Vaterrolle werden Grundbedürfnisse des Menschen erfüllt: Liebe, Nähe und Geborgenheit. Dies scheint auch langsam im Bewusstsein der Generation unter 30 anzukommen: Fast zwei Drittel der Männer dieser Altersgruppe sind der Meinung, dass Väter Teilzeitarbeit ermöglicht werden muss, damit sie sich mehr um ihre Kinder kümmern können.


Wochenendväter sind out
Die neuen Väter wollen keine Nebenrolle im Leben ihrer Kinder spielen, sie wollen den Kinderwagen schieben, den Winzling füttern, ins Bett bringen und zum Kinderarzt begleiten. Kurz: Sie wollen sich um ihre Kinder kümmern und für sie da sein – und das nicht nur am Wochenende. Allerdings liegt zwischen Wunsch und Wirklichkeit nach wie vor noch eine deutliche Diskrepanz. Zwar nimmt ein gutes Drittel der Väter heute Elternzeit in Anspruch, allerdings vier von fünf Vätern lediglich 2 Monate. Und diese werden gerne als Gelegenheit für einen sehr langen Familienurlaub genutzt. Schön für alle Beteiligten, aber natürlich weit entfernt vom Alltag mit einem Kleinkind. In Teilzeit gehen nur knapp 5 % aller Väter, bei Müttern sind es 25 %. Umfragen zeigen, dass die Angst vor dem Karriereknick junge Väter am stärksten beschäftigt. Und tatsächlich gibt es immer noch viele Vorgesetzte, die deutlich zeigen, dass sie vom Wunsch nach mehreren Monaten Elternzeit nicht begeistert sind. Aber je mehr Väter sich dazu entscheiden und dies einfordern, desto selbstverständlicher wird es. Liebe Papas, es gibt also noch viel zu tun. Aber es lohnt sich. Wir sind auf eurer Seite!